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Das Bodetal
Herzlich willkommen im Bodetal - im Sagenharz
Der in den letzten 10 Jahren gewachsene Tourismus ist nicht zuletzt auf die gestiegene Attraktivität des Bodetal´s zurückzuführen. Wer das Bodetal noch als tristes, unwegsames und dunkles Waldgelände kennt, ist lange nicht hier gewesen. Das Bodetal von heute zeichnet sich durch seine Vielseitigkeit für die ganze Familie aus.
Ist es doch bereits vor 300 Mio. Jahren entstanden, hat das Bodetal doch besonders in den letzten Jahren große Veränderungen erleben dürfen.
Weniger die Natur und der Flusslauf der Bode machten die Veränderung mit als vielmehr das „Drumherum“. Wer heute das Bodetal betritt, „sieht vor lauter Bäumen den Wald nicht“. Große Attraktionen gleich zu Beginn des Tales sind ein Fun-Park für Kinder, ein Kletterwald, der Sessellift, der einen zur Rosstrappe transportiert, und die Seilbahn, mit der man auf den Hexentanzplatz gelangt.
Die Attraktivität ist auf jeden Fall gesteigert worden und die Thale-Gäste werden so oftmals zu einem „Spontan-Spaziergang“ animiert und sind anschließend positiv überrascht von der unberührten Natur, den vielen Höhlen, die entdeckt werden wollen, dem klangvollen Rauschen der Bode und den vielen tierischen Waldbewohnern, die man hinter dem einen oder anderen Baum zu sehen bekommt. Wer weniger Glück hat, kann sich auf den Schautafeln nicht nur über die Tierwelt sondern auch über die Vielzahl der Pflanzen informieren, die im Bodetal beheimatet sind.
Seit 1937 ist das Bodetal als Naturschutzgebiet ausgewiesen und zählt heute zu den größten in Sachsen-Anhalt.
Der 10 Km lange Wanderweg, der Thale mit Treseburg verbindet, führt am Flusslauf der Bode entlang. Das heißt, dass man während der Wanderung dem Fluss zwischen den 140 bis 280 Meter tiefen Schluchten folgt und sie damit nicht aus den Augen verliert. Aufgrund der vielen Steigungen und Kehren hat man immer wieder wunderschöne und abwechslungsreiche Ausblicke in die Schlucht und zu den Gipfeln
Die Bode, die am größten Berg des Harzes, dem Brocken, entspringt, tritt aufgrund der vielen unterschiedlichen Flussbreiten und –tiefen während der 10 Km immer wieder unterschiedlich in Erscheinung. An den bis zu 25 Meter breiten Stellen spricht man von der „Zahmen Bode“. An den langsamen Gewässerabschnitten finden sich Schotterinseln und Flachufer. Ganz anders bei der „Wilden Bode“ am unteren Teil der Bode, wo das tiefe Einschneiden in das Granitgesteins sichtbar wird. Gerade hier befinden sich aufgrund des schnellen Flusslaufs oder der starken Flusstiefe die sagenumwobenen und mystischen Stellen der Bode. Allen voran der Kronensumpf:
Der Sage nach hat der Ritter Bodo beim Versuch seine angebetete Brunhilde zu fangen, um zu heiraten, den Sprung vom Hexentanzplatz zum gegenüberliegenden Felsen nicht geschafft und fiel in den darunter liegenden Fluss, der seit dem seinen Namen trägt. An der Unglücksstelle bewacht seitdem ein Hund die beim Sprung ebenfalls versunkene Krone von Brunhilde. Der gegenüberliegende Felsen wurde nur von der Prinzessin erreicht. Er wird heute Rosstrappe genannt, weil hier der Hufabdruck ihres Pferdes zu sehen ist.
Auch der Bodekessel (an der Teufelsbrücke) bietet der germanischen Sagenvielfalt eine Grundlage. Der Strudeltopf, der einst durch Auskolkung entstand, sei auf den Germanengott Wasur zurückzuführen, der hier den Fels zwischen Hexentanzplatz und Rosstrappe mit seiner Wasserkraft sprengte, um Wotan vor seinen Vater Hodir zu retten.
Selbst Johann Wolfgang von Goethe fand im Harz, besonders hier im Bodetal, seine Inspiration. Auf einem großen, flachen und breiten Granitblock direkt am Ufer studierte er die Zerklüftung des Gesteins. Noch heute lädt dieser Fels zum Ruhen ein. 1949 wurde anlässlich Goethes 200. Geburtstages auch der oberhalb liegende mehrköpfige Granitfelsen nach ihm benannt.
Kurz hinterm Eingang ins Bodetal führt es viele Spaziergänger bei ihrem Ausflug über den Katersteg (Brücke) vorbei an der Jungendherberge. Die nächste Station mit Möglichkeit zur Rast ist das Lokal „Königsruh“. Hier kann man in gemütlicher Atmosphäre deftig speisen, guten Kuchen genießen oder bei schönem Wetter draußen im Biergarten den Durst stillen. Man erreicht das Lokal von der Seilbahnstation aus in ca. 20 Minuten (30 Minuten bei einem gemütlichen Spaziergang). Hier befindet sich die Jungfernbrücke, die, wenn man der Sage glauben möchte, nur von Jungfrauen passiert werden darf. Wer sich ein Spaß erlauben möchte, lässt einfach die an der Seite der Brücke angebrachte Klingel läuten. Dies sei das Zeichen, dass sich eine Jungfrau auf der Brücke befindet.
Gleich neben „Königsruh“ befindet sich die Bergwachthütte, wo sich der Rettungsverein des Deutschen Roten Kreuz und der Bergsteigen-Sportverein befinden.
Wer sich das Klettern im Gebirge jedoch nicht zutraut, sollte auf das Angebot des Kletterparks im Eingang des Bodetal’s zurückgreifen. Auf verschiedenen Parcours (2 bis 12 Meter Höhe) mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen können sich hier Jung und Alt beim Klettern zwischen den Bäumen in versuchen. Für ein wenig Abwechslung bei den Kleinen sorgen auch die vielen Fahrgeschäfte des Funpark´s. Hier können sie sich so richtig austoben. Für Entspannung sorgt die im Frühjahr 2011 eröffnete Bodetal-Therme. In einem der vielen Schwimmbecken und mehren Saunen können sich nicht nur Großstadt gestresste Besucher entspannen und die Seele baumeln lassen.
Neben einer Wanderung durchs Bodetal lohnen sich auch die Ausflüge mit der 725 Meter langen Luftseil-Kabinenbahn zum Hexentanzplatz, die demnächst komplett erneuert wird, und mit dem Sessellift zur Rosstrappe. Bei beiden ist bereits die Fahrt ein Erlebnis, da man hier einen wunderschönen Blick über Berg und Tal hat. An beiden Zielen erwarten einen ganz sicher mehrere Möglichkeiten des Einkehrens, wo man sich kurz stärken kann. Auf dem Hexentanzplatz gibt es noch weitere Attraktionen: die Walpurgishalle, der Tierpark, das Bergtheater und die Harzbobbahn.
Einst wurde auch das Bodetal von Wassersportler besucht. Doch durch den Bau der Talsperren (Rappbode-Talsperre und Talsperre Wendefurth) für den Hochwasserschutz, zur Trinkwasserreserve und zur Energiegewinnung führt die Bode zu wenig Wasser und macht damit z.B. Kanufahren unmöglich. Eine neue sportliche Herausforderung wird allerdings Bikern geboten: eine Downhillstrecke von der Rosstrappe ins Tal.
Das Bodetal ist für jeden Thale-Besucher zu jeder Jahreszeit ein Muss. Es ist sowohl ein Ort der Erlebnisse als auch ein Ruhepol. Hier kommen Familien, Naturliebhaber, Wanderfreunde, Spaziergänger und Sportkletterer auf Ihre Kosten. Und alle werden von der unberührten Natur und den Felsformationen beeindruckt sein.